Teamchef Beckmann tritt zurück – Zukunft der Deister Allstars ungewiss

Will seine handballerischen Aktivitäten zum Saisonende einstellen – Allstars-Teamchef Jörg Beckmann

Am vergangenen Freitag trafen sich die Altherrenhandballer des TSV Barsinghausen, unter dem traditionellen Motto „Frikadelle und Cola“ in Ditterke, um die Weichen für die kommende Saison zu stellen. Teamchef Jörg Beckmann hatte hierzu eingeladen, um gegenüber der Spartenleitung frühzeitig zu signalisieren, ob es zur Saison 2017/18 noch eine Handballmannschaft im TSV gibt.

Beckmann selbst machte deutlich, dass er das „Hamsterrad des Handballs“ in aller Konsequenz zum 30. Juni diesen Jahres verlassen wird und sich in Zukunft anderen Aufgaben und Herausforderungen stellen möchte.

Auch Mike Winkelmann, Markus Koch, Torwart Oliver Beggel und Björn Ludewigs werden das Team als Spieler nach derzeitigem Stand verlassen.

Insgesamt gaben zehn Aktive ihre Zusage, auch in der kommenden Saison das Allstartrikot zu tragen.

„Es sind unterschiedliche Gründe, die zu diesen gravierenden Veränderungen geführt haben“, so Pressesprecher Björn Ludewigs. „Zum einen sind es das Alter und die Gesundheit, zum anderen ist es der seit Jahren chaotische Spielbetrieb in der Handballregion Hannover, der dem einen oder anderen deutlich den Spaß und die Lust am Handballspielen genommen haben.“

Zudem werde es immer schwieriger, alle Interessen eines jeden Einzelnen im Kollektiv zu berücksichtigen.

Die Enttäuschung über das Resultat der Sitzung war jedem Anwesenden deutlich anzusehen. Treu dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“ bleibt abzuwarten, ob das Projekt der Deister Allstars nach nunmehr 15 Jahren noch eine sportliche Zukunft hat.

Seit 2002 besteht die Mannschaft und ist heute die einzig verbliebene Handballmannschaft im TSV Barsinghausen. Es sind nicht nur die sportliche Erfolge im Raum Hannover, die dieses Projekt bekannt gemacht haben, sondern vielmehr die Tatsache, hier etwas gemeinsames geschaffen zu haben, was über den sportlichen Rahmen hinaus geht. Zuletzt repräsentierte die Mannschaft die Farben des TSV beim internationalen Turnier in Bozen. „Man kennt uns mittlerweile weit über die Region hinaus – nicht zuletzt durch die wiederholten Teilnahmen am internationalen Turnier in Berlin“, so Ludewigs.

In den nächsten Wochen und Monaten sind die Verantwortlichen nun gefordert, eine Entscheidung zu treffen, ob es Sinn macht, mit derzeit zehn Spielern eine Mannschaft zum Spielbetrieb zu melden.

Im Raum stehen auch Gedankenspiele, gegebenenfalls eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein einzugehen.

 

BL